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Januar 4, 2024

Die Augenoptik ist auf den Weg in eine nachhaltige Zukunft

Der erste Sustainability Award der Opti zeigt aus meiner Sicht sehr gut den Status Quo in Sachen Nachhaltigkeit in der Branche. Es ist eine Standortbestimmung, wo sich Augenoptikbetriebe derzeit befinden. Ich ja selbst gelernter Augenoptiker und sehe das Thema deshalb mit besondeem Interesse.

Am aktuellen Wettbewerb haben sich 27 Betriebe – vom mittelständischen Betrieb bis zum Filialisten – mit ihren Ideen und Projekten für mehr Nachhaltigkeit beworben. Eine Zahl, die im ersten Moment enttäuschend erscheint. Für mich als Jury Mitglied ist sie es aber nicht.

Erkenntnis aus allen Bewerbungen: Das Thema Nachhaltigkeit kann mit seinen unterschiedlichsten Aspekten als Strategieansatz ins eigene Unternehmenskonzept integriert werden. Man muss es nur anpacken.

Gerade die drei Finalisten, allesamt mittelständische Betriebe, haben sich mit den drei Säulen der Nachhaltigkeit beschäftigt – Ökonomie, Ökologie und Soziales – und damit ihre eigenen Transformationsprozesse im Unternehmen angestoßen und Unternehmensziele für sich klar definiert.

Wichtige Themen in den Bewerbungen: Das Problembewusstsein beim Thema Mikroplastik im Schleifwasser und dessen Filterung. Damit es gar nicht erst ins Abwasser gelangen zu lassen. Nachhaltigen Konsum mit der entsprechenden Auswahl an Lieferanten und nachhaltigen Marken im Geschäft. Zudem versuchen alle klima- und umweltfreundliche Energiesparlösungen im Unternehmen umzusetzen. Auch soziale Aspekte bei Mitarbeiterführung oder gerechte Entlohnung fanden Einzug ins die eingereichten Unternehmensbeschreibungen.

Ich bin gespannt, wie sich die drei erstplazierten Augenoptikbetriebe auf der OPTI2024 um das Preisgeld von 5.000 Euro schlagen werden. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes zu verstehen, müssen sie doch am ersten Messenachmittag in einen mehrminütigen Pitch gegen einander antreten. Wir sehen dann hoffentlich, wer wirklich emotional und leidenschaftlich hinter seiner Idee von Nachhaltigkeit steht und diese ebenso präsentiert.

Für die, die es nicht auf die Bühne geschafft haben: Jede eingereichte Idee ist ein Gewinn – für alle in – und für die Branche selbst. Mag die Idee selbst noch so klein, ihr betrieblicher Ansatz unbedeutend erscheinen. Vielleicht ist gerade sie eine Inspiration oder der erste Schritt für jemanden anderen.

Februar 20, 2023

Nachhaltigkeit im Augenoptikbetrieb

(Foto: Michael Reith, AOV NRW)

Klima- und Umweltschutz sind wichtige Aspekte vom großen Thema Nachhaltigkeit. Schließlich ist der Zeitraum, den wir haben, die Erderwärmung auf einem Level zu stoppen, nur noch sehr gering.

Wir müssen deshalb alles nutzen, was wir können, an jedem noch so kleinen Rädchen drehen, um etwas zum Besseren hin zu bewegen.

Auf der Augenoptikfachmesse Interlook in Dortmund (11. bis 12. Februar 2023) stellte ich vor, was Augenoptikbetriebe tun können, um den Mikrokosmos Augenoptikgeschäft nachhaltiger zu gestalten.

Jeder kann etwas tun. Etwas Kleines. Etwas Grösseres. Etwas ganz GROSSES. Wo kann man ansetzen? Handlungsfelder findet man beim Einkauf der Waren und beim Marketing. Ansätze findet man in der Organisation des Betriebes und bei den Workflows. Natürlich auch beim Ladendesign und den Materialien der Einrichtung. So kann man sich von Abteilung zu Abteilung des eigenen Unternehmens vorarbeiten und Dinge nachhaltiger verändern.

Je tiefer man ins Thema eindringt, wird aber auch deutlich: Nachhaltigkeit hat viele Dimensionen. Das Ganze ist komplex. Alles ist miteinander verwoben.

Weitermachen wie bisher, geht eigentlich nicht. Es gehört ein neues Denken dazu, sein Unternehmen ökonomisch, ökologisch und sozial auszurichten. Damit fit machen, für die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte.